
Schweiz aktuell auf SF
Die Artikel sind von den folgenden Zeitungen erschienen: Basler Zeitung und NZZ Online
Die Reaktionen in der NZZ
Roland Marti (29. Juli 2008, 07:28)
typisch im Departement Leuenberger
Herr Müller, denke, dass Departement Leuenberger lebt davon, Panikmache zu betreiben. Halten wir uns nur einmal vor Augen, was im Strassenverkehr mit Via Sicura alles in der Pipeline ist. Gebe ihnen völlig recht, was nicht direkt verboten werden kann (Fliegerei, Autofahren), versucht man dort mindestens zu “Tode” zu regeln. So gesehen im Kern ein Flug- und Verkehrsverhinderungsdepartement.
Reinhold Müller (29. Juli 2008, 07:08)
Herr Cron
Seit Herr Cron dem BAZL vorsteht wird nur noch überreagiert. Das fing an bei den Lufträumen, welche bei Herrn Cron TOTAL entflechtet sein müssen (nirgends auf der Welt gibt es so was) und wird über die Sofortmassnahmen MEDICAL seinen weiteren Weg finden. Als vorbestrafter und verurteilter BAZL Chef (das gibt es auch nur in der Schweiz, dass der höchste Chef eines Bundesamtes vorbestraft ist) versucht er nun die Sicherheit auf das ABSOLUTE Maximum zu treiben, so dass ihm sicher nie eine Verantwortlichkeitklage angehängt werden könnte. Toitale sicherheit gibt es nur, wenn alle Flugzeuge vom Himmel verschwinden. Bei der Geschäftsluftfahrt wird er dieses Ziel wohl nicht erreichen, aber die GAC ist er auf dem Besten Weg dazu. So wie Herr Cron erst vom Gericht verurteilt wurde als alle Fakten auf dem Tisch lagen möchten auch wir zuerst die Flugunfallberichte auf dem Tisch haben bevor wir “verurteilt” werden.
Christoph Heuberger (28. Juli 2008, 21:45)
Sicherheit mit Augenmass
Bevor voreilige Schlüsse über Unfallursachen und Massnahmen gezogen werden, müssen die Untersuchungsberichte des BFU vorliegen. Umfang, Aussagekraft und Häufigkeit der fliegerärztlichen Untersuchungen geben zu Diskussionen Anlass. Dennoch ist eine vorgeschriebene periodische Untersuchung grundsätzlich besser als eine voreilige “Cockpit-Verbannung” aufgrund des Lebensalters.
Als langjähriger Segelfluglehrer werde ich mit Grenzen im kognitiven und koordinativen Bereich konfrontiert, welche nicht vom Alter abhängen. Neben jüngeren “Problemfällen” gibt es Senioren, welche sich im Cockpit absolut sicher und zuverlässig betätigen.
Periodische Trainingsflüge mit einem Fluglehrer, Ehrlichkeit mit sich selber, offener Austausch mit den Kollegen, weise Selbstbeschränkung dienen der Sicherheit mehr als kleinliche Bestimmungen der Verwaltung und Vorverurteilungen “aus dem Volk”.
Beat BURKART (28. Juli 2008, 21:37)
Entwicklung geht in andere Richtung
Flugzeugunfallberichte sind in der Schweiz öffentlich verfügbar. Bei deren Studium stellt der Leser eine Vielfalt von möglichen Ursachen für Flugunfälle fest. Erfahrung, was aber ja bekanntlich mit dem Alter kommt, ist aber eher ein Sicherheitsgewinn als ein Sicherheitsrisiko.
Zudem geht die jüngste Entwicklung bei den Ansprüchen an die flugmedizinischen Anforderungen in jüngster Zeit in den USA gerade in eine andere Richtung. Um die eh schon stark schwindende Zahl aktiver Piloten nicht noch schneller schrumpfen zu lassen, führten die Amerikaner jüngste die Sportpilotenlizenz ein, die für kleinere und leichtere Fluggeräte nur noch den Fahrausweis (Auto) als medizinische Hürde kennt.
Roland Marti (28. Juli 2008, 14:36)
willkommen in der Überregulierungsgesellschaft
Heute geben wir uns offenbar der Illusion hin, dass uns der Bevormundungsstaat vor allen Gefahren schützen kann (Hunde, Autounfälle, Flugzeugabstürze, 1. August Feuerwerk etc.). Dafür sind wir auch gerne bereit, immer mehr Steuern abzuladen und den Staatsapparat anwachsen zu lassen (gibt gemütliche Dauerstellen). Schlage vor, dass wir als nächstes ein Modellflugpilotenbrevet einführen, um den Bürger noch etwas mehr zu schikanieren und zu gängeln.